Die Jakobuskirche auf dem Hohenberg

Ihre Wurzeln gehen ins 11. Jahrhundert zurück. Aus den Fundamenten schloss der beste Kenner der Baugeschichte, Pater Suso Mayer (1890-1963), OSB, gebürtig vom Zumholz, Gde. Rosenberg, promovierter Kirchen- und Ordensrechtler im Kloster Beuron, einen kleinen, von Osten her errichteten Kirchenbau. Das Tympanon über dem Nordportal und ein kleiner staufischer Löwe über der Hauptapside erinnern noch an diese Zeit. 1229 wird in einer Ellwanger Urkunde Propst Reinboto von Hohenberg genannt. 1332 ist in einer schön gemalten Urkunde erstmals der Kirchenpatron Jakobus der Ältere dargestellt. Die heutige Kirche stammt aus einen grundlegenden Umbau in den Jahren 1895/96. Damals wurde auch der bis dato nicht vorhandene Turm gebaut. Architekt war Josef Cades (1855-1943). Cades, ein typischer Vertreter des Historismus, ließ den westlichen Teil des Langbaues abreißen und errichtete auf den alten Fundamenten den heutigen neuromanischen Kirchenbau mit einem Längsschiff und zwei Seitenschiffen, die in einer Hauptapside und zwei Nebenapsiden enden. Mit dem Querschiff in den Maßen des Längsschiffes ergibt sich das kreuzförmige Grundschema. Das heutige Kircheninnere stammt aus den Jahren 1975-95, als der Malerpfarrer und Seelsorger von Hohenberg, Sieger Köder, mit seinen 28 Kirchenfenstern der neuromanischen Kirche wieder das geheimnisvolle Dunkel der Romanik zurückgab. 2015 wurde das Innere der Hohenberger Jakobuskirche komplett renoviert und die hölzerne Kassettendecke gegen Holzwurmbefall geschützt.