Die Kirchengemeinde Sankt Jakobus Hohenberg

Bis vor einigen Jahren nahm man an, dass die Pfarrei Hohenberg aus der ehemaligen Propstei des Klosters Ellwangen hervorgegangen ist, als das verarmte ehemalige Reichskloster Ellwangen 1460 in ein weltliches Chorherrenstift umgewandelt worden ist. In alten Urkunden findet man jedoch neben den Mönchen auf dem Hohenberg auch Seelsorger für das Dorf Hohenberg. Der Ellwanger Historiker Hubert Häfele hat in seinem Beitrag zum Mittelalter in der Gemeinde Rosenberg (Rosenberger Heimatbuch) nachgewiesen, dass bereits 1390 Pfarrer in Hohenberg waren. Das bedeutet, dass es im ausgehenden Mittelalter neben dem kleinen Kloster auf dem Hohenberg bereits eine Seelsorgestelle für die weltlichen Kirchenmitglieder gab. Diese gehörte zum Landkapitel Ellwangen und damit zur Diözese Augsburg. Nach der Säkularisation kam Hohenberg zur 1828 neu gegründeten Diözese Rottenburg-Stuttgart. Das aus dem Landkapitel Ellwangen hervorgegangene selbständige Dekanat Ellwangen bestand bis 2006, als es im Dekanat Ostalb aufging. Die Katholische Pfarrei St. Jakobus Major (= der Ältere) gehört heute mit der Kirchengemeinde St. Vitus Jagstzell und „Zur Schmerzhaften Mutter“ in Rosenberg zur Seelsorgeeinheit „Virngrund“ (SE 13 „Virngrund“) des Dekanats Ostalb. Der Sitz des Pfarrers ist Jagstzell.