Gedanken zum Jahresthema

Seit 2019 begleitet die SE Virngrund das Jahresthema, „Kirche eine Bedeutung geben.“ Es thematisiert das spürbar zunehmende Ungleichgewicht in unserem Leben. Wie in einem Hamsterrad gefangen, hasten wir durch unseren Alltag und verlieren oftmals den Blick für das Wesentliche. So vieles ist uns Wichtiger als die Zeit für den Kirchgang, Zeit für das Gebet und Zeit für Gott.
Künstlerin Regine Fischer hat mit dem Bild zum Jahresthema eine Waage im Gleichgewicht dargestellt. Ein Bild, wie ein Leben in Balance aussehen könnte. Ein Leben in Fülle: Vollgepackt mit Familie und Freunde, Schule und Beruf, Verein und Sport, Spaß und Konsum und doch im Gleichgewicht mit Zeit für Gottesdienst, Besinnung, Kirche, Gemeinschaft und Gebet.
Wir möchten Sie einladen, Ihre persönlichen Waagschalen wieder neu auszuloten, neu zu füllen und damit eine Balance herzustellen, die guttut.

Kirche eine Bedeutung geben

Unser Jahresthema "Kirche eine Bedeutung geben" in die Tat umzusetzen ist oft nicht einfach.
Was bedeutet mir meine Kirche? Ist sie für mich nur die Institution, die immer wieder durch negative Schlagzeilen von verschwenderischer Prunksucht oder durch Missbrauchsfälle Einzelner auftaucht und der ich jeden Monat wohl oder übel Kirchensteuer zahle?
Oder ist Kirche für mich der Ort der Glaubensausübung, die Gemeinschaft der Gläubigen, das Haus Gottes und meine innere Heimat? Heimat im Glauben an Gott, der mir Kraft gibt in meinem Alltag und mir Leitschnur ist in meinem Leben?
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Gedanken zum Jahresthema – März

Sprung in der Schüssel

In einer alten chinesischen Weisheit geht es um eine Frau, die täglich zum Fluss geht, um Wasser zu holen. Sie befüllt dafür zwei Schüsseln, die sie an einer Stange hängend über ihren Schultern trägt. Die eine Schüssel hat einen Sprung, sodass sie auf dem Heimweg ständig Wasser verliert und nur halb voll zu Hause ankommt. Nachdem die kaputte Schüssel sich bei ihrer Besitzerin über die tägliche Demütigung beschwert, antwortet die Frau: Weil ich wusste, wie besonders du bist, habe ich auf deiner Seite Blumensamen ausgesät. Jeden Tag, wenn wir nach Hause gehen, gießt du sie. Jeder, der hier entlanggeht, kann nun die Blütenpracht genießen. Das hast du möglich gemacht, weil du so bist, wie du bist.“ Diese Geschichte inspiriert mich für eine schöne Aufgabe in der Fastenzeit: meine eigenen Risse annehmen und entdecken, dass auch sie für Gottes Wirken durchlässig und gewandelt werden können.

Gebet:

Ich habe Schwächen - du kennst sie, Herr
Und nimmst sie an.
Ich mache Fehler – du lässt sie zu, Herr,
und führst mich an der Hand.
Ich trage Wunden – du hast Mitleid, Herr
und liebst mich in ihnen besonders.
Unvollkommen bin ich, Herr,
ganz so, wie du mich willst. Amen

 

Evangelium Tag für Tag

Und wieder einmal haben Sie im hektischen Alltagstrubel keine Zeit gefunden, die Bibel zur Hand zu nehmen, darin zu stöbern und sich auf Gottes Wort zu besinnen… 

Vielleicht hilft Ihnen dieser Link dabei, sich schnell und unkompliziert für ein paar Minuten mit dem Tagesevangelium zu beschäftigen und so eine kleine, aber kostbare Auszeit zu nehmen.

Probieren Sie es aus!

Evangelium Tag für Tag