UNSERE KIRCHE ZUR SCHMERZHAFTEN MUTTER IN ROSENBERG

Unsere Kirche Zur Schmerzhaften Mutter finden Sie in der

Haller Straße 11,
73494 Rosenberg.

Künstlerpfarrer Sieger Köder, der 20 Jahre Pfarrer in Rosenberg und Hohenberg war, hat in unserer Kirche viele Kunstwerke geschaffen.

HIER finden Sie weitere Informationen zum Künstlerpfarrer Sieger Köder.

Katholische Kirchengemeinde Rosenberg wird 100 Jahre alt

Es ist ein schöner Zufall, dass auf den Tag genau 100 Jahre vergangen sein werden, wenn sich am Samstag, dem 3. Oktober 2020 der Seelsorger der Katholischen Kirchengemeinde Rosen­berg, Pfarrer Martin Danner, von seiner Gemeinde verabschieden wird. Denn genau 100 Jahre zuvor, am 3. Oktober 1920, feierte der erste selbständige Pfarrer, Rosenbergs, Karl Reeb, übrigens ein gebürtiger Ellwanger aus Neunheim, seine Amtseinsetzung (Investitur).

Die katholischen Einwohner von Rosenberg gehörten seit 1460 zur Mutterpfarrei Hohenberg. Durch das segensreiche Wirken des guten Pater Philip Jeningen entstand 1705 die erste Kapelle in Rosenberg, sie wurde 1742 durch eine kleine steinerne Kirche mit drei Altären ersetzt. Dieser damalige Kirchenbau ist der heutige vordere Teil der Rosenberger Pfarrkirche.

Im 19. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung von Rosenberg, weil die örtliche Glasfabrik Fachleute vor allem aus der Schweiz anlockte. Noch heute können Rosenberger Familien ihre Wurzeln in das Alpenland zurückverfolgen. Dabei entstand auch eine der frühesten dörflichen Arbeiterwohnsiedlungen Süddeutschlands, das heute „Neuhäusle“ genannte Wohngebiet im Südwesten des Ortes.

Wegen der ständig zunehmenden Einwohnerschaft wurden der Ort Rosenberg und seine umgebenden Filialen 1881 von der Pfarrei Hohenberg abgetrennt und ein Expositurvikariat errichtet. Das ist eine eigene Seelsorgestelle, die mit Vikaren besetzt war. Diese Vikare, also Priester, die in der Ausbildung und als solche Vertreter des eigentlichen Pfarrers sind, wechselten oft, was eine beständige und dauerhafte Seelsorge erschwerte. In Rosenberg wirkten zwischen 1881 und 1920 genau 20 Expositurvikare.

Vor allem auf Betreiben des damaligen Schultheissen Benjamin Schnitzer erhob Rottenburgs Bischof Paul Wilhelm von Keppler am 28. Mai 1920 das Expositurvikariat Rosenberg zu einer eigenen selbständigen Kirchengemeinde. Deren erster Pfarrer war der eingangs schon genannte Karl Reeb. Pfr. Reeb wechselte 1927 als Wallfahrtsseelsorger auf den Schönenberg bei Ellwangen, starb aber bereits 1930. Ihm folgte Pfarrer Franz Joannis nach; unter ihm wurde der 1881 errichtete hölzerne Kirchenanbau abgerissen und der heutige Bauzustand mit Turm errichtet.

Von 1936 bis 1949 war der Pfr. Josef Uhl Seelsorger von Rosenberg. Uhl stärkte während des 3. Reiches die Rosenberger Jugend bei heimlichen Treffen und Gebetskreisen und ging danach als Gymnasiallehrer nach Ulm. Sein Nachfolger wurde Msgr Franz Zierlein, der auch wie sein Vorgänger Uhl Dekan des Dekanats Ellwangen war. 1964 kam Pfr. Josef Klopfer nach Rosenberg. Von 1975 bis 1995 wirkte Malerpfarrer Sieger Köder in der Virngrundgemeinde. Ihm folgte der heute im Ruhestand am Bodensee lebende Pfr. Klaus Bürger, dessen Nachfolger 2005 der jetzt scheidende Pfarrer Martin Danner gewesen ist.

Hermann Sorg