Selig die Frieden stiften (Mt 5,9) - Friedensarbeit in Ghana

Mitglieder aus der Kirchengemeinde Virngrund ziehen Fazit ihrer Ghana-Reise bei Michael Cobb

Es ist beeindruckend und wertvoll zu erleben, wie über Kontinente hinweg eine so tiefe Verbundenheit und Freundschaft gefestigt werden kann. Diese Bilanz einer mehrwöchigen Reise nach Ghana haben Diana Hauber (im November/Dezember 2023) sowie Maria und Franz Schneider (im Januar/Februar 2024) gezogen, als sie Michael Cobb in Ghana besucht haben.

Vor der Reise war uns zwar klar, dass Ghana als eines der sichersten Länder Afrikas gilt und es den Ruf hat, eines der freundlichsten Länder Afrikas zu sein, diese Darle­gung konnten wir so auch erfahren und können es deshalb zu Recht bestätigen.

Warum Ghana? Ich wollte es erleben, ich Diana Hauber war für fünf Wochen in Makayili im Norden Ghanas, habe dort gelebt und gearbeitet bei indischen Ordensschwestern im Waisenhaus bei Kindern mit Einschrän­kungen, ungewollt.

Mensch, Bräuche und Kultur dort zu erleben, einfach eine bewegende Zeit für mich.

Wie wichtig dort Wasser ist, habe ich täglich erlebt, es gibt zu wenig Wasserstellen, das nur mühsam ausschließlich von Frauen und Kindern über weite Strecken geholt werden muss. Der Norden Ghanas benötigt dringend mehr Wasserstellen auch zur Erleichterung für die Frauen und Kinder.

Ich bin dankbar für diese Zeit, die ich in Makayili verbringen durfte.

Wir Maria und Franz Schneider waren bei unserem fünfwöchigen Besuch zuerst 10 Tage im Süden von Ghana unterwegs und haben dort die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte mit ihren ehemaligen Sklavenburgen an Ghanas schöner Küste erkun­det, bevor wir in den Norden von Ghana in die Diözese nach Yendi zu Michael Cobb gegangen sind. Dort haben wir im Pfarrhaus der Kathedrale gewohnt, haben ein Stück weit die Strukturen der Diözese mit ihren Projekten kennengelernt und am täglichen Leben der Priester und Ordensleute teilgenommen.

Bei der Fertigstellung des Friedenszentrums (YPC) in Yendi, in dem unser Michael der Direktor ist, konnten wir die Arbeiten begleiten und ein wenig mithelfen. Das Gebäude, das drei Büros sowie einen großen Tagungsraum mit sanitären Räumen hat, soll in den nächsten 2-3 Monaten vollständig fertiggestellt werden.

Wir haben Bauernfamilien in ihren runden Lehmbauten besucht, die ohne Strom und Wasser­anschluss spartanisch leben müssen, weil die monatelange Trockenheit keine vielversprechende Ernte gewährleisten kann. Hier steht das Engagement der katholi­schen Kirche mit ihrem Projekt „Brunnen mit Solarpanelen für die Wasserpumpen sowie die Pflanzung von Cashew Bäumen“ in den Startlöchern.

Besucht haben wir ebenfalls ein Krankenhaus, eine Universität, eine Berufsschule, in der unter anderem Frauen zu Elektrofachleuten ausgebildet werden und ein Waisen­haus mit Schule, in der behinderte und verstoßene Kinder aufgenommen werden, denen dort eine Schulbildung ermöglicht wird.

Wir alle drei waren der Meinung, dass uns die Reise wichtige Einblicke in die afrikanische Gegenwart eröffnet hat. Die Reise gab uns wertvolle Impulse für die weitere Ausgestaltung der Partnerschaft mit Michael Cobb. Wir konnten feststellen, dass es in der Partnerschaft um mehr als um pastorale Arbeit geht.

Noch viel mehr als in Deutschland, fördert die katholische Kirche viele soziale, kirchliche sowie Bildungs-, Umwelt- und Gesundheitsprojekte, um die Not der Bevölkerung zu lindern. Hier werden Menschen unterschiedlicher Religionen behandelt, geschult und ausgebildet, die sich ansonsten keine medizinische Versorgung oder keine Ausbildung leisten könnten.

Die katholische Kirche in Ghana ist eine der entscheidenden Institutionen, die für Stabilität und Entwicklung in dem Land sorgt, den Kindern, die ansonsten keine Zukunft hätten, eine Lebens­chance und Lebensaufgabe gibt. Wir können demütig von ihnen lernen, was es heute heißt, Kirche in einer multireligiösen Gesellschaft zu sein, denn im Norden von Ghana hat die Mehrheit der Menschen den moslemischen Glauben.

Mehrfach hatten wir Kontakt und Treffen mit dem Bischof von Yendi, der sich recht herzlich für den Besuch und die Unterstützung bedankte. Er gab uns die besten Grüße und Segenswünsche mit, die wir der Virngrundgemeinde übermitteln sollen. Partnerschaft erweitert den Horizont jeder und jedes einzelnen, aber auch den der Kirche insgesamt. Der Bischof hat uns wissen lassen, dass wir den Glauben miteinander teilen, wir teilen Freud und Leid: das ist ein unglaub­lich wertvolles Geschenk.

Auch wir haben ihm wissen lassen, dass die zentrale Aufgabe die Bildungsarbeit sein muss, sowie die Menschen in Ghana in ihren eigenen Werten zu stärken, sie eigene Positionen entwickeln zu lassen und ihnen nicht einfach die wirtschaftskapitalistischen Logiken der westlichen Welt überzustülpen.

Wir hoffen, dass die bevorstehenden Wahlen einsichtige und verantwortungsbewusste Politiker hervorbringen, denen klar sein muss, dass Bildungsarbeit, Gesundheitswesen und wirtschaft­liche Förderung langfristig die Aufgabe vom Staat sein muss.

Unserem Michael haben wir für seine Friedensarbeit alles, alles Gute gewünscht, sowie viel Erfolg in den Verhandlungen mit den verschiedenen Ethnien.

Wir haben uns mit dem Slogan „Eine Partnerschaft und eine Freundschaft braucht Begegnung“ von ihm verabschiedet.

Diese erlebnisreiche Reise, hat uns bewusst gemacht, wie wir hier alles für selbstverständlich hinnehmen. In so einem kurzen Bericht kann man das Erlebte gar nicht so wiedergeben. Wir werden aber sicher noch Gelegenheit haben, das in der einen oder anderen Präsentations­veranstaltung genauer vortragen zu können.

Michael Cobb leistet hier eine enorm gute Arbeit, die aber nicht ohne finanzielle Unterstützung möglich ist. Um die Ziele umzusetzen und den Menschen vor Ort eine sichere Zukunft zu bieten, ist das Friedenszentrum (YPC) auf Spenden angewiesen. Hierfür wurde ein Spenden­konto bei Missio Aachen eingerichtet. Bitte achten Sie bei der Überweisung auf den korrekten Verwendungszweck. Wir freuen uns über Spendengelder auf eines der unten genannten Konten.

Pfarrer Dr. Michael Cobb, Direktor

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an Michael Cobb: cobbmiky@gmail.com

Missio Aachen IBAN: DE23 3706 0193 0000 1221 22
Verwendungszweck: MT/121/017/2023/001

Diana Hauber
Maria und Franz Schneider